Archiv für die Kategorie ‘Umfragen’

Es sind nur noch wenige Tage bis zur Wahl und hier kommt noch mal eine brandheiße Umfrage. Befragt wurden 1.500 Personen von Freitag bis Sonntag letzter Woche. Quelle: Info GmbH

Die SPD liegt weiter stabil in Führung mit 31 %.

Die Grünen haben den zweiten Platz wohl endgültig an die CDU abgegeben. Die CDU liegt mit 22 % jetzt deutlich vor den Grünen, die nur noch auf 18 % kommen und damit deutlich verlieren.

Die Linke hat ihr Tief von 8 % hinter sich gelassen und liegt jetzt stabil bei 12 %.

Die Piraten werden wohl von immer mehr Wähler als ernsthafte Alternative zu den Grünen angesehen und kommen auf 9 % – im Ostteil sogar auf 12 %.

Die FDP bleibt mit 2 % weiterhin bedeutungslos.

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Unter der Schirmherrschaft des Präsidenten des Abgeordnetenhauses, Walter Momper, fand am 9. September in Berlin die U18-Wahl statt. Dabei können alle Unter-18-Jährigen ihre Stimme für die Berliner Parteien abgeben. Es wurden in ganz Berlin ca. 300 Wahllokale eingerichtet. Ziel ist es, den Kindern und Jugendlichen das demokratische Wahlsystem näher zu bringen.

Hier nun die Ergebnisse der Jugendwahl (Quelle: u18.org)

Die Grünen führen mit 23,5 % und liegen damit leicht über ihren Werten bei Umfragen. Es folgt die SPD mit 21,5 % und damit deutlich unter den Umfragewerten, genau wie die CDU mit 11,5 % und die Linke mit 7 %.

Überdurchschnittlich erfolgreich waren die Piraten mit 9 % und die Tierschutzpartei mit ebenfalls 9 %. Sie liegen damit in der Gunst der Jugendlichen noch vor der Linken und nur knapp hinter der CDU.

Die Kinder und Jugendlichen haben auch viel mehr Außenseiterparteien gewählt als die Erwachsenen, die sogenannten „Sonstigen“ hatten zusammen 14,4 % (ohne Piraten und Tierschutzpartei). In die Gruppe der Sonstigen zählt auch die FDP, die mit 3 % ähnlich geringe Beliebtheit hat wie bei den über 18-jährigen Wählern. Erwähnenswerte Ergebnisse in der Gruppe der Sonstigen haben noch BIG (3,6 %), „Die Partei“ (2,5 %), die NPD (2,5 %) und „Die Freiheit“ (1,2 %).

Die Ergebnisse dieser U18-Wahl sind damit auch ein gutes Argument für die Absenkung des Wahlalters. Anhand der Wahlentscheidung und der wenigen Stimmen für die Anti-Demokraten zeigt sich, dass auch Jugendliche verantwortungsvoll politische Entscheidungen fällen können. Die NPD bekommt deutlich weniger Stimmen als bei der Wahl der Erwachsenen in Mecklenburg-Vorpommern vor wenigen Wochen. Klar wird aber auch, dass die großen Volksparteien unterrepräsentiert sind und daher alles daran setzen werden, den Jugendlichen weiterhin das Stimmrecht vorzuenthalten. Und zwar aus rein parteipolitischen Gründen. Ob das ein gutes Mittel gegen die sogenannte Politikverdrossenheit ist?

Piraten jetzt bei 6,5% – was ist da los?

Veröffentlicht: 09. September 2011 in Piraten, Umfragen

Gerade erst hat Deutschland den Hype der Grünen in Umfrageergebnissen hinter sich, da kommt jetzt die nächste Partei in Mode. Bei der aktuellen Umfrage von Infratest dimap für die Tagesthemen (ARD) kommen die Piraten in Berlin auf 6,5 %. (Quelle: sueddeutsche.de )Damit setzt sich der Wachstumstrend der letzten 2 Monate ungebrochen fort. Es wird immer wahrscheinlicher, dass die Piraten den Sprung ins Abgeordnetenhaus schaffen.

Beim Treffen der Piratenpartei in Kreuzberg am Dienstag abend herrschte entspannte Stimmung. Trotz der guten Prognosen wird man hier nicht überheblich, den möglichen Einzug ins Parlament nimmt man gelesen aber mit Spannung auf. Schnell wird klar, dass hier noch Politik mit Herzblut gemacht wird. Die Aussicht, die eigenen Themen wirklich ins Parlament tragen zu können und vielleicht sogar in konkrete Politik umzusetzen – das ist es was die Piraten antreibt und motiviert, jetzt noch mal alles zu geben im Wahlkampf-Endspurt.

Die Werte der anderen Parteien liegen relativ stabil. Die SPD kommt auf 29,5 %, CDU 22 %, Grüne 20 %, Linke 11 %, FDP 3 %. Damit zeichnet sich ein immer klareres Bild, wie das Berliner Parlament zukünftig aussehen wird. Auch die zukünftige Regierungskoalition steht mittlerweile wohl so gut wie fest. Es läuft alles auf Rot-Grün hinaus und das ist auch die Konstelation, welche die meisten Berliner bevorzugen würden.

Umfrage: Grüne fallen hinter CDU, Piraten sind drin!

Veröffentlicht: 03. September 2011 in Umfragen

Eine neue Wahlumfrage von Forsa, die vom 5. bis 30. August durchgeführt wurde, wirbelt das bisherige Bild des Wahlkampfes stark durcheinander. Große Verlierer sind die Grünen, sie verlieren fast ein fünftel aller Stimmen und fallen um 5 % auf 19 %. Deren potentielle Wähler suchen Alternativen.

Davon profitieren vor allem die SPD (sie steigt von 30 auf 32 %) und die Piraten, die jetzt bei 5 % liegen und damit im Abgeordnetenhaus vertreten wären.

Die CDU steigt auf 21 % und ist damit zweitstärkste Kraft in Berlin. Die Linke verliert in der Forsa-Umfrage auf 11 %, wurde aber in anderen Umfragen schon bei 8 % gesehen.

Auf diese Umfrage sieht die FDP unterhalb der 5-Prozent-Hürde.

Im direkten Vergleich der Bürgermeister hat Renate Künast keine Chance mehr. Wowereit liegt uneinholbar vorn. Künast liegt jetzt sogar hinter dem CDU-Kandidaten Henkel auf Platz 3.

Damit läuft derzeit alles auf eine klare Rot-Grüne Mehrheit bei der Wahl hinaus.

Quelle: Spiegel

Eine Umfrage der Info GmbH vom 18. August sieht die Piratenpartei bei 4,5 % für die anstehenden Abgeordnetenhauswahlen und damit deutlich vor der FDP.

Die SPD würde mit 36 % stärkste Kraft und baut den Vorsprung zu den Grünen weiter aus. Diese lägen mit 22 % jetzt sogar hinter der CDU, die auf 23 % kommt. Die Linke verharrt nach ihrem Absturz bei 8 %. Die FDP liegt bei 2 % und hat wohl keine Chance mehr auf einen Einzug ins Parlament.

Die rechten Parteien werden zusammen bei 1 % gesehen, Sonstige kommen auf insgesamt 4 %.

Für die Umfrage, die im Auftrag des Berliner Kurier und des Berliner Rundfunks 91,4 durchgeführt wurde, wurden über 1000 Berliner befragt.

In einem aktuellen Artikel von heute zitiert der Spiegel eine „aktuelle Umfrage“ (ohne genauere Quellenangaben), nach dem die Linke in Berlin nur noch auf 8 % kommt. Die Schuld daran wird vor allem bei des Führung der Bundespartei gesehen. Nachdem die Bundesvorsitzende Gesine Lötzsch „Wege in den Kommunismus“ suchte, sich die Partei dann nicht wirklich vom Mauerbau distanzieren wollte und zuletzt die der Linkspartei nahestehende Junge Welt ganz offen „Danke“ für den Mauerbau sagte. haben Lötzsch und ihr Kollege Ernst jetzt allen Ernstes dem kubanischen Ex-Diktator Geburtstags-Glückwünsche geschickt, die vor Arschkriecherei nur so überliefen. Da ist die Rede davon, dass Kuba „Beispielwirkung für so viele Völker er Welt“ habe, gelobt wird die „politische Weisheit“ des „lieben Genossen“ und das man „auch in Zukunft […] voller Sympathie“ die kubanische Diktatur unterstützen wolle. Ganz zynisch ist der letzte Satz, da heißt es „dass das kubanische Volk frei und ohne Druck von außen über seine Entwicklung selbst entscheiden kann.“ Wünschen würde man es dem kubanischen Volk, dass es sich endlich von der Herrschaft der Kommunisten befreien könnte. Aber danach sieht es leider nicht aus.

Kritik kam aus den Landesverbänden Sachsen und Berlin.Rico Gebhardt (Landesvorsitzender in Sachsen) erinnerte daran, dass die Parteivorsitzenden es nicht geschafft haben, dem langjährigen Linke-Chef Lothar Bisky zum 70. Geburtstag zu gratulieren, aber jetzt Casto hinterherhecheln.

Der Berliner Linke-Chef Klaus Lederer sagte dem Tagesspiegel am Sonntag:  „Mir steht es bis hier oben.“ Es sehe so aus, als ob „hier einige ihre sektenmäßigen Rechnungen auf dem Rücken der wahlkämpfenden Landesverbände austragen wollen.“

Hier der vollständige Text des Glückwunschschreibens, wie es auf der Seite der kubanischen Botschaft veröffentlicht wurde:

Comandante de la Revolución Compañero Fidel Castro Ruz

Berlin, den 13. August 2011

Lieber Genosse Fidel Castro,

im Namen der Partei DIE LINKE übermitteln wir Dir anlässlich Deines 85. Geburtstages unsere herzlichsten Glückwünsche.

Du kannst voller Stolz auf ein kampferfülltes Leben und erfolgreiches Wirken an der Spitze der kubanischen Revolution zurückblicken. Die Errungenschaften des sozialistischen Kuba mit seiner Beispielwirkung für so viele Völker der Welt, werden immer und zuerst mit Deinem Namen verbunden sein. Unter deiner Führung hat es Kuba verstanden, für mehr als fünf Jahrzehnte dem Druck und der Blockade der USA zu widerstehen, an seinen Idealen festzuhalten und eine neue gesellschaftliche Entwicklung einzuleiten, die dem kubanischen Volk für Lateinamerika beispiellose soziale Errungenschaften in Bildung, Wissenschaft und Kultur, im Gesundheitswesen und Sport und in vielen weiteren Bereichen gebracht hat. Kuba war und ist auf diese Weise Beispiel und Orientierungsspunkt für viele Völker der Welt.

Heute steht Kuba in Lateinamerika nicht länger allein; inspiriert durch das kubanische Vorbild, haben zahlreiche Völker Lateinamerikas und der Karibik, allen voran in den ALBA-Staaten, ihr Schicksal in die eigenen Hände genommen und gehen einen Weg, der ihren eigenen Interessen und nicht denen des internationalen Kapitals entspricht. Auch auf diese Entwicklung kannst Du – gemeinsam mit dem gesamten kubanischen Volk, stolz sein. Nicht zuletzt durch die Vorbildwirkung seiner eigenen Entwicklung und durch seine internationalistische Solidarität hat Kuba einen enormen Anteil an dieser Entwicklung. Wir wissen jedoch, dass das Du auch heute weiter nach vorn blickst, aufmerksam die internationale Entwicklung verfolgst und in Form Deiner Veröffentlichungen und der zahlreichen Treffen und Gespräche mit progressiven Politikern aktiv darauf einwirkst. Auf diese Weise stellst Du Deine Erfahrungen und Deine politische Weitsicht auch weiterhin den neuen Generationen politischer Aktivisten zur Verfügung.

Lieber Genosse Fidel Castro, anlässlich Deines Geburtstages wüschen wir Dir beste Gesundheit, Schaffenskraft und schöpferische Energie für Deine weitere Arbeit. Zugleich versichern wir Dir unsere unverbrüchliche Freundschaft und Solidarität mit dem kubanischen Volk. Wir werden auch in Zukunft die Entwicklung in Kuba aufmerksam und voller Sympathie verfolgen und nach Kräften dazu beitragen, dass das kubanische Volk frei und ohne Druck von außen über seine Entwicklung selbst entscheiden kann.

Mit solidarischen Grüßen

Gesine Lötzsch
Klaus Ernst

Laut einer aktuellen Umfrage des Portals election.de käme bei den Wahlen die SPD auf 30 % (keine Veränderung), die Grünen auf 22 % (leichter Rückgang), die CDU au 21 % (+ 3),  die Linken auf 13 % (stabil) und die FDP auf 4 % (+ 1). Wie in einem Artikel im Tagesspiegel ausführlich erklärt wird, hängt dann die Regierungsbildung stark von der FDP ab. Würde sie 5 % und damit den Einzug ins Parlament schaffen, so wäre die knapp Mehrheit  von Rot-Rot dahin und der Regierende Bürgermeister Wowereit müsste sich einen anderen Koalitionspartner (Grüne oder CDU) suchen. Doch auch Grün-Schwarz/Schwarz-Grün hätte keine eigene Mehrheit. So könnte die FDP unfreiwillig zur Königsmacherin für die SPD werden, ohne selber eine echte Machtoption zu haben.

Infratest dimap veröffentlichte am 10.08. Zahlen demnach die Piratenpartei auf 3 % kommen und damit die sechststärkste Partei in Berlin sind. Den Einzug ins Abgeordnetenhaus würden sie dennoch verfehlen. Auf Bezirksebene gibt es in Berlin jedoch nur eine 3-Prozent-Hürde, so dass die Piraten sich zumindest lokal verankern könnten.