Wowereit wirft seinem Koalitionspartner Ost-West-Meinungsmache vor

Veröffentlicht: 25. August 2011 in Linke, SPD

Der Regierende Bürgermeister Wowereit (SPD) kritisierte nach Angaben von dpa seinen Koalitionspartner, die Linkspartei. Diese würde im Wahlkampf unnötig alte Gräben zwischen Ost und West aufreißen. Als Beispiel nannte er den Plakat-Slogan „Mieter vor Wild-West schützen“. Wowertei versteht das Plakat so, dass Ost-Mieter vor bösen West-Miethaien geschützt werden müssten.

„Das ist kein Ost-West-Thema, sondern ein gesellschaftliches Thema, das uns alle betrifft.“ sagt er, und weiter: „Ich hoffe, dass die Berlinerinnen und Berliner denjenigen eine Absage erteilen, die Ost-West-Ressentiments instrumentalisieren.“

Linke-Chef Wolf entgegnete: „Wild-West hat nichts mit Himmelsrichtungen zu tun, sondern mit der Art und Weise, wie Eigentümer mit Mietern in der Stadt umgehen.“

Nur so ein Gedanke: Nun kann man das so oder so interpretieren. Fakt ist jedoch, dass die Linke einen verwirrenden Wahlkampf macht. Fast alle Plakate zeigen Mißstände auf und sagen sinngemäß, nur die Linkspartei könne die Bürger vor diesen Mißständen schützen bzw. die Probleme lösen. Die Frage ist nur, wo kommen die Probleme her? Wenn die Mieten um über 30 % gestiegen sind, wie die Linke auf ihre Plakate schreibt, dann fragt man sich: Wie konnte das passieren? Und dann kommt der nächste Gedanke: Hätte die Regierung da nicht was dagegen tun sollen in der Vergangenheit? Und dann kommt der nächste Gedanke: Moment mal, war die Linke nicht in der Regierungsverantwortung in den letzten Jahren? Hätten die sich nicht darum kümmern sollen? Haben die das nicht gemacht? Dann bräuchten sie uns jetzt ja auch nicht vor den Auswirkungen beschützen? Und – Gedanke Nummer 4 – wenn die das in der Vergangenheit nicht hinbekommen haben, die Probleme zu lösen oder zu verhindern, warum sollten sie es denn dann jetzt hinbekommen? Warum also jemanden wählen zur Lösung eines Problems, das er offensichtlich nicht lösen konnte oder wollte.

Die Linke hofft scheinbar darauf, dass ihre Wähler nicht fähig sind, mehr als zwei (oder maximal 3) Gedanken aneinander zu reihen.

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